
→ FERMO QUINDICI MILA understands the Roman cisterns of Fermo not as an empty exhibition space, but as an existing spatial system shaped by its architecture, atmosphere, history, and relation to the city above. Its essential qualities are already present.
What is needed is not a strong architectural intervention, but a precise spatial strategy and a curatorial idea that activates these qualities.
CONCEPT
The Roman cisterns of Fermo become a living infrastructure for the arts. More than a container, the space acts as a medium for artistic production and experience. Its original function of collecting, filtering, storing and distributing is reactivated as the curatorial principle of the project.
THE INSTITUTION
FERMO QUINDICI MILA understands the cistern’s 15.000m3 not as a space for a collection, but as a stage for a single work. Each year, one site-specific, time-based intervention unfolds within the chambers. The structure is simple: one space, one work, one moment. Over time, this creates not a collection of objects, but a collection of events.
THE CURATORIAL LOGIC
Artists from around the world bring ideas to Fermo, develop them through the architecture, and carry them back into the world through memory, discourse, documentation, and publication. Ideas are collected, filtered through the place, temporarily stored as experience, and distributed again through international networks.
POSITIONING
Away from major art and tourism centers, Fermo becomes a place of concentration. Its distance creates conditions for slower attention, longer research, and direct engagement with the cisterns. Rather than a limitation, this distance becomes the basis for another form of focus.
ARCHITECTURAL STRATEGY
The intervention within the cisterns is reduced to a minimum. The existing structure is treated as an active spatial system, shaped by its material presence, rhythm, atmosphere and historical depth.
Rather than adding a strong architectural gesture, the strategy activates what is already there. Access, orientation, gathering and distribution are organized through the urban spaces above ground, allowing the cisterns to remain as untouched as possible.
Separate entrances and exits create a directed passage through the underground sequence, with distinct moments of arrival and departure.
The city above and the cisterns below form one interdependent system. Fermo is inseparable from its cisterns, and the cisterns are inseparable from Fermo.
FERMO QUINDICI MILA
TYPE Competition entry
LOCATION Fermo, Italy
YEAR 2026
STATUS Completed
PARTNER Carlos Linder, Interior Architect/Scenographer, Zurich (CH)
////
FERMO QUINDICI MILA
TYP Wettbewerbsbeitrag
ORT Fermo, Italien
JAHR 2026
STATUS Fertiggestellt
PARTNER Carlos Linder, Innenarchitekt/Szenograph, Zürich (CH)
FERMO QUINDICI MILA versteht die römischen Zisternen von Fermo nicht als leeren Ausstellungsraum, sondern als gewachsenes räumliches System, geprägt von ihrer Architektur, Atmosphäre und Geschichte sowie ihrer Verbindung mit der Stadt darüber. Ihre wesentlichen Qualitäten sind bereits vorhanden.
Es braucht daher keinen starken architektonischen Eingriff, sondern eine präzise räumliche Strategie und eine kuratorische Idee, die das Vorhandene aktiviert.
KONZEPT
Die römischen Zisternen von Fermo werden zu einer lebendigen Infrastruktur für die Kunst. Der Raum ist dabei mehr als eine Hülle: Er wird selbst zum Medium für künstlerische Produktion und Erfahrung. Seine ursprüngliche Funktion – Sammeln, Filtern, Speichern und Verteilen – wird zum kuratorischen Prinzip des Projekts.
DIE INSTITUTION
FERMO QUINDICI MILA versteht die 15.000 m³ der Zisternen nicht als Raum für eine Sammlung, sondern als Bühne für ein einziges Werk. Jedes Jahr entsteht in den Kammern eine ortsspezifische, zeitbasierte Intervention. Das Prinzip ist einfach: ein Raum, ein Werk, ein Moment. Über die Jahre entsteht so keine Sammlung von Objekten, sondern eine Sammlung von Ereignissen und Erfahrungen.
DIE KURATORISCHE LOGIK
Künstler*innen aus aller Welt bringen ihre Ideen nach Fermo und entwickeln sie im Dialog mit dem Ort und seiner Architektur weiter. Durch Erinnerung, Austausch, Dokumentation und Publikation werden diese anschließend wieder nach außen getragen. Ideen werden gesammelt, durch den Ort gefiltert, für einen Moment als Erfahrung gespeichert und schließlich über internationale Netzwerke weitergegeben.
POSITIONIERUNG
Abseits der großen Kunst- und Tourismuszentren wird Fermo zu einem Ort der Konzentration. Die Distanz schafft Raum für eine langsamere und intensivere Auseinandersetzung, für längere Recherche und eine unmittelbare Beschäftigung mit den Zisternen. Was zunächst als Abgeschiedenheit erscheinen mag, wird so zur besonderen Qualität des Ortes.
ARCHITEKTONISCHE STRATEGIE
Die architektonischen Eingriffe in den Zisternen werden auf ein Minimum reduziert. Die bestehende Struktur wird als aktives räumliches System verstanden, dessen besondere Qualität aus seiner Materialität, seinem Rhythmus, seiner Atmosphäre und seiner historischen Tiefe entsteht.
Statt eine neue, dominante architektonische Geste hinzuzufügen, konzentriert sich die Strategie darauf, das Vorhandene zu aktivieren. Zugang, Orientierung, Zusammenkommen und Verteilung werden weitgehend über die Stadträume oberhalb der Zisternen organisiert. So können die unterirdischen Räume selbst möglichst unangetastet bleiben.
Separate Ein- und Ausgänge ermöglichen eine klare Bewegung durch die Abfolge der unterirdischen Räume und schaffen unterschiedliche Momente des Ankommens und Verlassens.
Die Stadt darüber und die Zisternen darunter werden als zusammenhängendes System verstanden. Fermo ist ohne seine Zisternen nicht zu denken – und die Zisternen nicht ohne Fermo.






